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Beendigung des ZfA-Abos

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Das wissenschaftliche Organ der meisten österreichischen Landesgesellschaften war seit Jahren die ZFA (Zeitschrift für Allgemeinmedizin). Nun haben die Gesellschaften ihre Abonnements gekündigt, da unsere deutsche Schwestergesellschaft DEGAM ohne Rücksprache oder auch nur Information an uns den Vertrag mit dem Verlag gekündigt hat – und damit auch das Herausgeberteam, dem auch die derzeitige Präsidentin der ÖGAM seit Jahren angehört. Eine erklärende Seite für die österreichischen Leser:innen wurde von der DEGAM zensiert. Hier finden Sie den Text, der nicht erscheinen durfte:

„Liebe Leserinnen und Leser in Österreich,

nach längerer Zeit freue ich mich, Sie mit diesem Text wieder einmal direkt ansprechen zu können.
Wie Sie dem Editorial der vier Herausgeber:innen entnehmen können, haben sich rund um die ZFA Entwicklungen ergeben, die auch für diejenigen österreichischen Landesgesellschaften von Bedeutung sind, welche die ZFA als ihr wissenschaftliches Organ betrachtet haben.
Als Mitherausgeberin der ZFA bin ich Teil des bisherigen Herausgeberteams und vertraglich ad personam vom Deutschen Ärzteverlag (im Einvernehmen mit der DEGAM) bestellt worden. Ich bin also nicht Delegierte der ÖGAM, die – im Gegensatz zu den jeweiligen Landesgesellschaften – kein Abonnement hat.  Trotz dieser Sachlage wurde ich von allen Seiten immer auch als Verbindungsglied zu den österreichischen Landesgesellschaften gesehen, und deshalb wende ich mich nun auch an Sie alle, um die bevorstehenden Änderungen zu erklären.
Die DEGAM hat den Vertrag mit dem Deutschen Ärzteverlag am 20. Dezember 2021 gekündigt, und strebt nach eigenen Angaben einen Relaunch der Zeitschrift an. Diese Entscheidung wurde getroffen, ohne die Herausgeber:innen vorab einzubinden oder sie auch nur um ihre Meinung zu bitten. Diese Vertragskündigung bedeutet auch die Kündigung des Herausgeberteams.
Auch die österreichischen Landesgesellschaften als mitherausgebende Gesellschaften wurden weder informiert noch konsultiert. Das Herausgeberteam hat, nachdem die Entscheidung bekannt wurde, mehrfach auf dieses Versäumnis hingewiesen.
Obwohl der Vertrag mit dem Verlag formal durch die DEGAM abgeschlossen wurde, haben sich die abonnierenden Landesgesellschaften mit der ZFA als wissenschaftlichem Organ identifiziert und für den Bezug nicht unerhebliche Beträge aufgewendet.
Die Vorstände der österreichischen Landesgesellschaften haben sich nun entschlossen, das Abonnement der ZFA zu beenden. Die Zeitpunkte der Beendigung werden unterschiedlich sein, für einige wird die Kündigung schon sehr bald wirksam, für andere erst zum Jahresende.
Ich darf Ihnen allerdings auch Positives vermelden: als Mitglieder der österreichischen Landesgesellschaften bleiben Ihnen die beliebten „Benefits“ von Michael M. Kochen erhalten. Sie werden Ihnen wie bisher mit dem ÖGAM Newsletter zugänglich gemacht werden.
Eine weitere gute Nachricht ist auch, dass das österreichische Verlagshaus der Ärzte den Landesgesellschaften ein sehr günstiges Sammelabo der EbM-Guidelines anbietet.
Weitere Informationen bekommen Sie über Ihre jeweilige Landesgesellschaft – auch ich werde Sie jederzeit auf dem Laufenden halten.

Herzliche Grüße
Ihre Susanne Rabady
in Abstimmung mit den mitherausgebenden österreichischen Landesgesellschaften“